Aufruf zum Klimacamp 2013

Endlich ist er fertig und wartet darauf, von euch verschickt, verlinkt und verteilt zu werden – der Aufruf für das diesjährige Klimacamp im Rheinland!

Strafprozesse gegen Kohlebahnblockierer

Am 8. August 2012 blockierten drei kunstvoll angekettete Personen die
Gleise der Hambachbahn, also jener Zugverbindung, die täglich ca. 120.000
Tonnen Braunkohle direkt vom wachsenden Erdloch bei Hambach zum
nahegelegenen Kraftwerk Niederaußem transportiert. Um den Wahnsinn zu stoppen, legten sich die Aktivisten also selbst wortwörtlich in den Weg. Zwei weitere Personen
begleiteten sie zu der Blockadestelle, dienten der Polizei an Ansprechpartner und versorgten die Blockierer. Diesen beiden will die Strafjustiz nun den Prozess machen. Die Anklageschrift wirft ihnen vor, „den Betrieb eines für die Versorgung der Bevölkerung lebenswichtigen Unternehmens dadurch gestört zu haben“

Lest hier den ganzen Artikel und haltet euch weiter auf dem Laufenden!!!

Braunkohlentag 2013: Protestaktion mit Menschenkette und gelbem Band

Gemeinsam ein Zeichen gegen die klimaschädliche Braunkohle setzen!

16. Mai, 14.00 Uhr, Börsenplatz Köln

Am 16. Mai findet im Kölner IHK-Gebäude der alljährliche Braunkohlentag statt, auf dem sich die deutsche Braunkohlelobby mit ihren höchsten Repräsentanten feiert. Als Redner tritt auch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin auf. In der Branche herrscht derzeit Goldgräberstimmung, denn im letzten Jahr legte die Braunkohleverstromung kräftig zu. Die Folgen: Die CO2-Emissionen sind gestiegen. Die Gesundheitsbelastungen durch Kraftwerke und Tagebaue sind weiter hoch. Die Braunkohlebagger zerstören ungehindert Jahrhunderte alte Kulturlandschaften und vertreiben die Menschen. Wertvolle Naturschutz- und Waldgebiete werden unwiederbringlich vernichtet. Und die Braunkohlelobby wirbt für die ungebremste Fortsetzung dieses Irrsinns mit provokant falschen Behauptungen wie „die Braunkohle ist der flexible Partner der Erneuerbaren Energien“.

In einem breiten Schulterschluss von Initiativen und Betroffenen aus allen drei großen deutschen Braunkohlerevieren, Umweltverbänden und der klima-allianz deutschland wollen wir am 16.5. vor dem IHK Gebäude in Köln gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen die Braunkohle setzen! Mit einer Menschenkette mit dem gelben Band als Zeichen der revierübergreifenden Vernetzung des Braunkohleprotests und der Solidarität untereinander soll das IHK-Gebäude symbolisch umzingelt werden.

Lasst uns den Plänen der Braunkohleindustrie für neue Tagebaue und Kraftwerke eine klare Absage erteilen! Fordern wir die Politik gemeinsam auf, endlich konsequent die Weichen in Richtung Energiewende und Klimaschutz zu stellen!

Die IGBCE hat vor dem Veranstaltungsort bereits eine große Demonstration mit 1000 Teilnehmer/innen angemeldet, um für die Braunkohle zu werben. Also, auf nach Köln! Wir freuen uns über möglichst viele Mitstreiter/innen und Unterstützer/innen!

Treffpunkt:
Wann: 16.5.2013, 14.00 Uhr
Wo: Edith-Stein-Denkmal (Börsenplatz, Ecke Kardinal-Frings-Str./Gereonstr.), Köln

Zur Aktion rufen auf / werden vor Ort sein:

Buirer für Buir, Initiative Bergbaugeschädigter 50189, Netzwerk Bergbaugeschädigter, Dorfinteressengemeinschaft Wanlo/ Das Gelbe Band, Hambacher Forst bleibt!, ausgeCO2hlt, Aktionsbündnis „Stommelner Bürger – Leben ohne Braunkohle“, Bündnis ‘Strukturwandel Jetzt – Kein Nochten II’, Bürgerinitiative „Kein CO2-Endlager!“, Bürgerinitiative Röcken, Sössen & Lützen; BUND Jugend NRW, BUND NRW, Grüne Liga, Greenpeace Gruppe Köln, Deutsche Umwelthilfe, klima-allianz deutschland, u.v.m.

Mehr Infos (ab 13.5.) unter http://braunkohle.kohle-protest.de

Aufruf zu den Camps von Reclaim the Fields

Reclaim the Fields hat ihren Aufruf veröffentlicht. Hier ist der Link zu den übersetzten Versionen in vielen verschiedenen Sprachen: http://www.reclaimthefields.org/de/camp-2013

Vom 23.8. bis zum 6.9. 2013 laden AusgeCo2lt und Reclaim the Fields zum einem Aktionscamp im Rheinland, in der nähe von Köln (Deutschland). An drei gemeinsamen Aktionstagen werden wir uns gegen den Tagebau im Rheinland stellen. Darüber hinaus wird es ein Programm von verschiedenen praktischen und theoretischen Workshops, Diskussionen und allerlei mehr geben.Vor dem Hintergrund der Kämpfe im Rheinland wollen wir einen bunten Austausch dissidenten Wissens und Tuns stattfinden lassen. Wir laden ein zu 14Tagen Vernetzung, gemeinsamem Lernen und Diskutieren, ebenso wie konkret Hand anzulegen um praktisches Wissen und Können auszutauschen und Widerstand im Rheinland zu leisten. Neben den drei geplanten Aktionstagen wird es viel Raum für Workshops, sowie zum sich kennenlernen und neue Banden bilden geben.  Das Camp ist partizipativ geplant und wünscht sich ausdrücklich euren Beitrag!Wir freuen uns auf eure Ideen, eure Inhalte und eurer Können, mit dem wir gemeinsam das Programm füllen.Ihr seid Künstler_innen, Aktivist_innen, Landwirt_innen, Stadtgärtner_innen, lebt auf einem Hofkollektiv oder seid in einer politischen Kampagne oder Gruppe aktiv? Ihr wollt eure Erfahrungen teilen, euer Wissen weitergeben und neues dazulernen? Dann seid ihr herzlich eingeladen dies in Form von Workshops, Diskussionen, praktischem Arbeiten oder anderem, zu tun.Wir freuen uns auf alternative Ideen zu gemeinschaftlichen und solidarischen Lebens- und Arbeitsformen jenseits von Kapital und Ausbeutungsstrukturen und auf alles was unseren vielfältigen alltäglichen und organisierten Widerstand stärkt!Kontaktiert uns am besten über program (at) reclaimthefields.org

Inspiration für mögliche Workshopthemen:

Ernährungssouveränität // Ökologie von Rechts // Tierrecht/Tierbefreiung // Selbstversorgung // Selbstorganisation // Zugang zu Land // urbane und rurale Kämpfe verbinden // urbane Versorgung ruraler Kollektive (CSA (Community Supported Agriculture), Nichtkommerzielle Landwirtschaft (NKL) // Permakultur // Privateigentum/Allmende // Geschichte und Entwicklung der Landwirtschaft/Kapitalismus und Landwirtschaft (Grüne Revolution) // Landfreikauf/verschiedene Landbefreiungspraktiken (Besetzen, Freikauf, etc.) // Wie Widerstand organisieren? // Lernen und Teilen verschiedener Formen des Widerstands // Energie // Botanisches, Heilkräuter, Pflanzenwissen

Was ist Ausgeco2hlt?

Unsere Kampagne versteht sich als eine offene Plattform, auf der sich unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen vernetzen, weiterbilden und gemeinsam aktiv werden können. Unser Ziel ist es, eine breite Protestbewegung gegen RWE und für die sofortige Schließung der Tagebaue im rheinischen Revier zu organisieren.Wir sehen den Protest gegen die Braunkohle als Teil einer globalen Klimabewegung gegen Kohlekraft, die Gewinnung von Schiefergas, Kohlendioxid-Endlager etc. und beziehen uns solidarisch auf die Energiekämpfe gegen den fossil-nuklearen Kapitalismus.Wir sind überzeugt, dass für eine tatsächliche Energiewende an monopolisierten Machtstrukturen gerüttelt werden muss, und dass wir die Spielregeln einer Wirtschaft ändern müssen, die auf grenzenlosem Wachstum und Ressourcenverbrauch aufbaut. Wir unterstützen darum Initiativen für selbstbestimmte Lebensweisen als Alternative zu überflüssigem Konsum. Gleichzeitig fordern wir eine Vergesellschaftung der Energiekonzerne und eine dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien.

Was ist Reclaim the Fields?

Reclaim the Fields ist eine europaweite Konstellation von Bäuer_innen, landlosen, potenziellen Bäuer_innen und Menschen, die dabei sich die Kontrolle über die Lebensmittelproduktion wieder aneignen. Wir unterstützen und ermutigen Menschen, auf dem Land zu bleiben oder auch auf das Land zurückzukehren und fördern das Konzept der Ernährungssouveränität (wie in der Erklärung von Nyéléni definiert) kleinbäuerliche Landwirtschaft, sowie alternative Arbeits- und Lebensweisen.Wir sind entschlossen durch kooperative, kollektive, unabhängige, bedürfnisorientierte Produktion in kleinem Umfang, eine Alternative zum Kapitalismus zu schaffen. Dabei verknüpfen wir lokale Aktionen mit globalen politischen Kämpfen.Saatgut/Recht auf SaatgutDie Saatgutarbeitsgruppe “Reclaim the Seeds” ruft auf, selbst hergestelltes Saatgut und Texte etc. mitzubringen, das mit anderen geteilen werden soll. Mit der Praktik des Seedswaps/der Saatguttauschbörse wollen wir gemeinsam über Saatgutthematiken diskutieren und reflektieren.

Ein kinderfreundliches Camp

Das Camp soll ein kinderfreundlicher Ort sein, an dem Kinder und ihre Bezugspersonen einen Platz haben und in die Aktionen, dem Programm und das Campgeschehen eingebunden werden. Wir sind uns bewusst dass politische Aktionen und Camps oft Barrieren für Eltern und Bezugspersonen von Kindern enthalten und diese daher ausschließen. Hier wollen wir gemeinsam, unter Einbezug der tatsächlichen Bedürfnisse von Kindern und Bezugspersonen, einen Ort für alle schaffen. Fühlt euch herzlich eingeladen zu kommen und mitzumachen. Wir würden uns freuen wenn ihr vorab Kontak mit uns aufnehmt, um gemeinsam über eine angemessene Gestaltung sprechen können.

Kein Platz für Rassimus und Sexismus – nicht auf dem Camp noch sonstwo

Das Camp positioniert sich ausdrücklich gegen Rassismus und Sexismus und anderen Formen der Unterdrückung aufgrund von hierarchischen sozialen Kategorien. Das Camp stellt sich entschlossen gegen rassistisches und sexistisches Handeln.

Soli-Beiträge

Wir versuchen das Camp so kostengünstig wie möglich zu gestalten, sind aber auf eure Soli-Beiträge angewiesen. Meldet euch bei uns uns wenn ihr kommen wollt, aber die Anreise für euch zu teuer ist. Wir bemühen uns allen das Kommen zu ermöglichen und uns an euren Reisekosten zu beteiligen, können aber nichts garantieren.

Visa

Wenn ihr ein Visum braucht um zu kommen und dabei unterstützt werden möchtet, meldet euch bei uns unter camp2013_AT_reclaimthefields.org

Infos

Weitere Infos zu Programm, Anfahrt, Verpflegung, Campen, etc findet ihr unter reclaimthefields.org/camp2013Über die emailadresse camp2013_AT_reclaimthefields.org sind wir für Fragen zum Camp erreichbar. Informationen zu RtF und Ausgeco2hlt sind hier zu finden:reclaimthefields.org und ausgeco2hlt.deAnmeldung zum Camp auf reclaimthefields.org/registrationUmso eher sich alle anmelden, desto besser können wir planen!Leitet diesen Aufruf auch gerne an euch bekannte Gruppen oder Einzelpersonen weiter und kommt selbst zum Camp!

Widerstand ist fruchtbar!

Eure Camp-Orga

Protest gegen Braunkohlelobbytag

Am Donnerstag, den 16. Mai trifft sich die Braunkohlelobby mit leitenden Mitarbeiter_innen der Braunkohlekonzerne und „befreundeten“ Industrien, Verwaltungsleuten sowie Lokal-, Landes- und Bundes-Politiker_innen zum Braunkohletag in der IHK in Köln. Gemeinsam mit anderen Initiativen und Organisationen rufen wir dazu auf, an diesem Tag unseren Protest in die Millionenstadt Köln zu tragen, welche genau im Dunst von Kraftwerken und Tagebauen liegt und wenig Anlass zur Gastfreundschaft haben dürfte.

So soll es beispielsweise eine Menschenkette geben, mit welcher der Veranstaltungsort, der Häuserblock der IHK, mit einem gelben Band umzingelt wird. Treffpunkt hierfür ist um 14 Uhr am Börsenplatz in Köln.

Weitere vielfältige Protestaktionen sind willkommen!