ausgeCO2hlt und Paris

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Seit gut einem Jahr sind unsere Freund*innen aus der internationalen Klimabewegung mit der Mobilisierung zu den Gegenprotesten nach Paris beschäftigt. Die Anschläge am 13.11. haben nun all diese Vorbereitungen auf den Kopf gestellt. Alle Demonstrationen außerhalb von Gebäuden sind in Paris verboten – so auch der Global Climate March am 29. und die Demonstrationen anlässlich von „D12“. Die Organisator*innen laden dennoch rund um den 12.12. dazu ein, nach Paris zu kommen, um auf kreativen Wegen unseren Dissenz mit der herrschenden Klimapolitik auszudrücken. Auch die Climate Games sollen weiterhin durchgeführt werden. Darüber hinaus soll es am 04.12. eine Aktion anlässlich der Eröffnung der „Solutions 21“ geben.

In den letzten Tagen haben wir uns intensiv überlegt, wie wir mit der Situation umgehen wollen. Noch immer wissen wir, dass Klimawandel nicht am Verhandlungstisch der Regierenden aufgehalten wird, sondern dass wir selbst klimaschädliche Infrastruktur stoppen, die bestehen Verhältnisse überwinden, Alternativen entwickeln und Solidarität leben müssen. Noch immer wollen wir aber auch die Menschen unterstützen, die sich dazu entschieden haben, in Paris Präsenz zu zeigen. Sie wollen eine Bühne schaffen, für all die Kämpfe, die täglich geführt werden und vor allem dafür, die weltweite (Klima)Bewegung zusammenzubringen, um über die nächsten Schritte zu beraten. Sie möchten das am Ende des Gipfels tun, weil der Bewegung das letzte Wort gehört, welche laut und deutlich sagen wird: das Abkommen ist kein Erfolg; es ist der Versuch der Welt vorzugaukeln, die mächtigen Staaten würden etwas unternehmen wollen; es ist weiterhin an uns, Klimawandel aufzuhalten.

Das Verbot der Demonstrationen auf Grundlage des Ausnahmezustandes wird dazu genutzt, die kritischen Stimmen von den Straßen zu verbannen. Dass es nicht allein darum geht, keine Anschlagsziele zu schaffen zeigt, dass der Weihnachtsmarkt in Paris erlaubt ist. Darüber hinaus erreichte uns die Nachricht, dass mehrere Klimaaktivist*innen in Paris und in anderen Städten Frankreichs unter Hausarrest gestellt wurden – für die gesamte Dauer des Klimagipfels. Nach Paris zu fahren, ist aus unserer Sicht daher nicht nur ein Statement gegen die Legitimation des Gipfels sondern auch gegen eine zunehmende Repression des Staates – hier und überall!

Dabei ist es für uns selbstverständlich, dass wir sensibel mit der besonderen Situation umgehen, in welcher sich die Menschen in Paris nach den Anschlägen vom 13.11. befinden.

Wir zeigen uns solidarisch mit den Aktionen und Menschen, die von der derzeitigen Repression betroffen sind. Wir laden dazu ein, sich mit uns in Paris zu treffen, um gemeinsam in einem kreativen Prozess mit unseren Freund*innen zu überlegen, wie wir unsere Anliegen trotz Verbote auf die Straße bringen.

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