02/13 Bündnistreffen

Großes Bündnistreffen läutet weiteres Jahr des Widerstandes im Rheinischen Braunkohlerevier ein
Kerpen-Buir, Am 16.02.2013 trafen sich über 60 Mitglieder von Bürger_inneninitiativen, Organisationen, Netzwerken sowie weitere engagierte Einzelpersonen im evangelischen Gemeindezentrum Buir. Wesentliche Ziele des Treffens waren der Austausch möglicher Aktions- und Veranstaltungsformen, Voneinander- und gegenseitiges Kennenlernen, Identifizieren von übergreifenden Themen sowie die Vorbereitung gemeinsamer Veranstaltungen.
Neben Bürger_inneninitiativen aus dem Umfeld des Tagebau Hambach, wie Buirer für Buir, Aktiv für Merzenich oder IB 50189 aus Elsdorf nahmen auch Initiativen aus dem Umfeld der Kraftwerke und des Tagebau Garzweiler teil, wie die Interessengemeinschaft aus Wanlo oder die Initiative Leben ohne Braunkohle. Mit dabei waren auch die übergreifenden Organisationen Netzwerk Bergbaugeschädigter, die BUND-Jugend NRW, Greenpeace Köln, die Klima-Allianz und viele weitere Engagierte. Eingeladen hatte das Bündnis ausgeCO2hlt.
Allen gemeinsam ist das Ziel, auf die Gefahren durch den Abbau der Kohle und deren Verstromung hinzuweisen und sich gegen die Allianz aus RWE und großen Teilen von Politik und Verwaltung zur Wehr zu setzen. „Das Treffen zeigt, wie wichtig es ist, alles Wissen rund um Gefahren, Widerstandsmöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr zu vernetzen“ so Antje Grothus von den Buirern für Buir. „Jede_r nimmt hier heute viele neue Erfahrungen mit und die Gewissheit, dass es viele sind, die einen Riesen zu Fall bringen können“.
„Mir haben die Workshops sehr gut gefallen“, betont Tina Keller von ausgeCO2hlt. „Vor allem die dabei entstandene Perspektive. Es wird gemeinsame Aktionen und langfristige Projekte geben – z.B. arbeitet eine Arbeitsgruppe verstärkt zum Thema Gesundheit und Kohle; außerdem ist eine Bündnisübergreifende Zeitung geplant. Darüber hinaus werden wir an unserer internen Vernetzung und Kommunikation arbeiten und auch schon das nächste Treffen vorbereiten. Und wir wissen nun noch besser, wer bei welchen Fragen schnell helfen kann – RWE sollte sich nun noch ein Stück wärmer anziehen“.
Nach intensivem Ganztagesprogramm zeigte die Künstlerin Laura Granade in einer Video-Installation eindrucksvolle und bedrückende Bilder aus dem Hambacher Forst. Die Präsentation wurde mittels Beamer an den Kirchturm geworfen und stellte somit eine mögliche Aktionsform dar. Der Abend klang mit Essen und Gesprächen aus.

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