06/12 Regionalrat Köln II

Vielfältige Protestaktion zur Tagung des Regionalrats in Köln – Regionalrat stellt die Weichen für ein weiteres Braunkohlekraftwerk ( BoAPlus ) in Bergheim-Niederaussem.

Insgesamt ca. 50 Aktive von ausgeCO2hlt, von der Initiative Bergbaugeschädigter 50189 aus Elsdorf-Berrendorf – direkt von der Abbruchkante des Hambacher Tagebaus -,  auch von den Buirern für Buir, von der Kölner Initiative Tschö Rheinenergie, von Attac Köln, von Greenpeace Köln, Aachen und Bonn, sowie Aktivist_innen von der Besetzung des Hambacher Forstes, versammelten sich am Freitagmorgen ab 8 Uhr vor dem Haupteingang des Regierungspräsidiums in Köln.

Spektakulär war das 10 Meter große Braunkohle-Bagger-Modell von Greenpeace und entsprechend groß war auch die Medien-Resonanz und das Interesse von Passant_innen und Autofahrer_innen, die die Flugblätter gerne nahmen. „Nehmt Wind, Wasser, Sonne – BoAPlus in die Tonne“ und „Braunkohle-Kraftwerke sind Feinstaub-Schleudern“ waren unsere Parolen. Eindrucksvolle Fotos u.a. von dem schon bestehenden gigantischen Braunkohlekraftwerk in Bergheim-Niederaussem hielten manche von uns hoch, bzw. hatten wir unübersehbar an die Eingangspfeiler geklebt. Unsere tollen Plakate, die zur Teilnahme am Klimacamp 2012 in Manheim bei Köln mobilisieren, hatten wir an einige Bäume neben dem Regierungspräsidium aufgehangen.

Ca. ab 10 Uhr waren viele von uns im Sitzungssaal. Die Einwände bzgl. einer Änderung des Regionalplans zur Ermöglichung eines neuen Braunkohlekraftwerks von den LINKEN und dem BUND stießen wie erwartet auf taube Ohren bei den Vertreter_innen der Koalitionen von CDU, SPD und FDP – 35 Stimmen für BoAPlus (Ermöglichung); 6 Vertreter_innen der GRÜNEN und der LINKEN dagegen. Vor allem VertreterInnen der direkt betroffenen Bürgerinitiativen brachten ihre Empörung spontan durch Zwischenrufe zum Ausdruck. Die vielen Gespräche der Aktiven untereinander stärkten das Vertrauen in die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und den Optimismus darin, dass wir immer mehr werden werden und in mittel- und langfristiger Zukunft die Machtverhältnisse zu unseren Gunsten mehr beeinflussen und verändern können.

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