AntiRWEpression

Folgend findet ihr das Selbstverständnis AntiRWEpressionsgruppe

 

Wir, das sind Menschen aus dem Widerstand gegen RWE und das Rheinische Braunkohlerevier, die dazu beitragen möchten, dass sich eine Antirepressionsstruktur aufbaut, die sich besonders auf Klimaaktivist*innen bezieht. Bis wir weiter gewachsen sind, wird der Schwerpunkt dabei auf Repressionen liegen, die in Zusammenhang mit dem Anti-Kohle-Kampf zum Rheinischen Braunkohlerevier stehen.

 

Wir sind kein reiner Antirepressions-Geldtopf und keine Dienstleister*innen. Vielmehr wollen wir gemeinsam mit Menschen, die von Repression betroffen sind, Handlungsoptionen für die jeweiligen Fälle erarbeiten; damit die Personen anhand möglichst vieler Optionen und Sichtweisen entscheiden können, welchen Weg sie einschlagen möchten – dazu gehört in unseren Augen auch, dass sich die betroffenen Personen in den Fall ebenso eindenken wollen wie wir.

 

Wir möchten zu allererst Rechtsunterstützung geben und von Repression betroffene Personen nicht in der Isolation lassen. Wir arbeiten dabei mit verschiedenen Menschen zusammen – von Laienverteidiger*innen bis zum Rechtshilfebüro Hamburg; von Störfaktor bis fitten Einzelpersonen und solidarischen Anwält*innen.

 

Jede von Repression betroffene Person oder Gruppe erhält von der AntiRWEpressionsgruppe eine*n Pat*in, die*der Kontakte herstellt und Ansprechpartner*in ist. Aktionsformen bewerten wir nicht – Repression ist Repression und dagegen stehen wir gemeinsam. Wir sind eine kleine Struktur – es ist durchaus möglich, dass wir zu viele Anfragen haben und dann auch nach unseren Ressourcen schauen müssen.

 

Selbstverständlich ist uns klar, dass Repression auch manchmal bedeutet, das mensch Geld zahlen muss – diese Summen wollen wir versuchen solidarisch zu tragen. Zwei grundlegende Sachen vorweg: Wir wollen Repression abmildern und dabei versuchen nicht die Staatskassen unnötig zu füllen. Wir sind eine kleine Gruppe und die Strukturen erst im Aufbau – das heißt: wir können nicht garantieren, dass ihr neben der inhaltlichen Rechtsunterstützung auch alles Geld durch den Antirepressionstopf zurück bekommt. Auch dabei ist von großer Bedeutung: Den Antireptopf füllen wir alle gemeinsam und zwar für alle!

 

Wir möchten auf keinen Fall bestimmen, wer wie viel Geld im Falle der Repression erhält. Deshalb haben wir uns zu folgender Vergabestruktur entschieden: Alle 4 Monate werden die Personen und Gruppen, die aktuell vom Antirepressionstopf Geld haben möchten zusammen eingeladen. Bei diesem Treffen wird sich Zeit genommen zu berichten um welche Sachverhalte es sich handelt; welche juristischen Wege eingeschlagen wurden; welche Maßnahmen mensch auch im Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit und Soliarbeit für den Antireptopf unternommen hat. Es können sich gegenseitig Fragen gestellt werden. Danach werden alle von Repression Betroffenen gemeinsam entscheiden, wie der zu der Zeit vorhandene Geldbetrag aufgeteilt wird und wie mensch gemeinsam den nun gelehrten Topf wieder füllen kann. Von allen Betroffenen, die sich an uns wenden, wünschen wir uns einen Beitrag zur gegenseitigen Solidarität – sei es, dass versucht wird, Geld für den Antireptopf zu sammeln; sei es Seminare zu Antirepression zu organisieren oder sich sogar selbst als Pat*in für folgende Repressionsfälle einzubringen.

 

Der Antirepressionstopf ist in 3 Töpfe unterteilt. Es gibt einen Sockelbetrag, der immer bestehen bleibt, so dass der Topf nie leer ist – dieser beträgt XXX EURO und wird nur angegriffen, wenn es im letzten Topf zu einem Vergabetreffen nichts oder signifikant zu wenig Geld gibt. Des Weiteren gibt es einen Topf für Notfälle, der ebenfalls konstant bestehen bleibt. Dieser beträgt XXX EURO und ist für Kautionszahlungen und alles, was drängt. Der dritte Topf ist dann der Vergabetopf, der von uns allen ständig gefüllt wird.

 

Wir arbeiten als Gruppe, welche sich immer über Unterstützung freut – dabei ist uns Vertrauen wichtig; interessierte Personen sollten uns also kontaktieren und zu einem Treffen kommen.

 

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