Sehr brutales Vorgehen der Polizei bei Räumung

Erstellt am 31.08.2013 um 20:02 | 1 Kommentar

Nachdem die Polizei über weite Strecken des Tages überfordert wirkte, scheinen sie dies nun durch ein brutales Vorgehen bei der Räumung wett machen zu wollen. Durch Knüppeleinsätze und Polizeigriffe gab es Verletzte auf seiten der Kohlegegner_innen. Einige Personen müssen und mussten behandelt werden. Die Gefangenen werden abtransportiert durch RWE-Transporter. “Wer den heutigen Einsatz beobachtet hat, der kann nur noch den Kopf schütteln, über die Vorwürfe von RWE, das gerade die Klimaaktivist_innen Menschen angreifen würden” sagt eine der Beobachter_innen. Zur Zeit sind noch immer 40 Klimaaktivist_innen auf der Schiene.

Räumung der Schienenblockade beginnt

Erstellt am um 18:11 | keine Kommentare

In diesem Moment beginnt die Räumung der Schienenblockade auf der Hambacher Kohlebahn. Die Polizei geht mit Schmerzgriffen gegen die Aktivist*innen vor. Noch ist unklar ob sie in Gewahrsamgenommen werden.räumung

Lest hier die vollständige Pressemitteilung.

 

Polizei droht mit Räumung um 14:30

Erstellt am um 14:34 | keine Kommentare

Gleise2Nach einer Demonstration vom Klimacamp zum RWE-Propagandarestaurant “terra nova” entschlossen sich 200 Klimaaktivist_innen spontan, sich auf der Hambachbahn ein bisschen von der langen Demonstration zu erholen. Der Verkehr auf der Hambachbahn musste eingestellt werden und viele Tonnen Braunkohle können deshalb im Moment nicht mit ihrer Verstromung den Klimawandel anheizen. 195.000 – 220.000 t Kohle werden normalerweise im Rheinischen Revier pro Tag transportiert und verbrannt. Dadurch wird die gleiche Tonnenzahl (195.000 – 220.000) CO2 freigesetzt. Die Aktivist_innen, die gerade auf der Kohlebahn sitzen, können sich also einiges gutschreiben in ihrem persönlichen “ökologischen Fussabdruck”. Derzeit gibt die Volxküche Essen auf der Schiene aus. Weniger begeistert von diesem Picknick sind RWE und die Polizei. Letztere kündigte an, mit der Räumung um 14:30 zu beginnen.  Das wäre in wenigen Minuten. Die Einschätzung vor Ort ist aber, dass die Polizei derzeit zu wenige Kräfte vor Ort hat, um mit der Räumung zu beginnen. Aktuell kommt die Information herein, dass mit der Polizei ausgehandelt wurde, dass erst in 3 Stunden geräumt wird. Welche Information richtig ist, ist gerade unbekannt.

Zeitgleich 5 Häuser in Manheim besetzt

Erstellt am um 13:51 | 1 Kommentar

Hier die Stellungnahme der Besetzer*innen:

Wir haben am 31. August das leerstehende Haus in der Esperantostraße 29 besetzt. Bereits heute steht mehr als ein Drittel der 420 Häuser des Dorfes Manheim im rheinischen Braunkohlerevier leer. RheinBraun/RWE treibt den Abbau von Kohle soweit, dass dutzende Dörfer dem Profitinteresse der Industrie weichen müssen. Umgesiedelt wird in neue Geisterstädte aus Stahl und Beton, hier, in der Lausitz und anderswo.

Auf der Strecke bleiben die Interessen tausender: während die umweltvernichtende Industrie profitiert. Besonders alte Menschen und solche mit wenig Geld bekommen kaum Unterstützung und werden nach einer jahrelangen Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen im Stich gelassen. Bereits jetzt ist ein Großteil der notwendigen Infrastruktur für ein „normales Leben“ in Manheim geschlossen.
Zur Zerstörung von Wohnraum in teils bestem Zustand kommt die irreversible Vernichtung uralter Wälder und Wiesen, sowie die Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen. Auch hier werden Bäuer_innen in die Perspektivlosigkeit getrieben.

Wir stellen heute erneut die Eigentumsfrage, da wir nichts als nutzloser erachten, als Häuser die schon Jahre vor dem tatsächlich geplanten Abriss leerstehen. Wir sehen die Besetzung von Gebäuden im Braunkohlerevier als legitime Aktion an, um Dörfer wie Manheim lebendiger und lebenswerter zu machen und Widerstand gegen die Riesen der Klimazerstörung zu leisten.

200 Aktivist*innen blockieren Kohlebahn

Erstellt am um 13:43 | keine Kommentare

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Tag zwei der Aktionstage im Rheinischen Braunkohlerevier. In Solidarität mit dem Klima- und dem Reclaim the Fields Camp besetzen derzeit 200 Aktivist*innen erneut die Hambacher Kohlebahn – den Haupttransportweg für Braunkohle aus dem Tagebau Hambach in die großen Kraftwerke, die jährlich 100 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen.
Lest hier die komplette Pressemitteilung.

Videoclip der “Reclaim the Fields” Aktion

Erstellt am um 12:19 | keine Kommentare

Reclaim the Fields Aktion Manheim from Hambacher Forst on Vimeo.

Der gestrige Aktionstag von “Reclaim the Fields” war der erste Aktionstag des “Doppelcamps RTF/Klimacamp”. 300 Klima- und Landwirtschaftsaktivist_innen eröffneten einen Community-Garden und Gemeinschaftspark in der Mitte von Manheim – einem Ort der sich gerade in der Umsiedlung befindet, weil er für den “Hambacher Tagebau” abgebaggert werden soll. Mit Spaten, Hacken, Sambamusik und sogar mit Trampolin zog die große Menge vom RTF-/Klimacamp zu der städtischen Wiese. Dort wurde ein Feld mit Erdbeeren, Grünkohl und Himbeeren angelegt. Die Aktivist*innen begannen, eine Hütte zu zimmern, einen Infotisch aufzubauen und Crepes zu machen. Die Polizei reagierte anfangs nervös, begriff dann aber doch, dass mit einer Räumung der öffentlichen Fläche kein Blumenstrauß zu verdienen war, und zog sich zurück. Parallel wurde gegen 18 Uhr eine Kneipe am Dorfplatz in Manheim eröffnet, mit Pommes und Getränken, zu der auch viele Anwohner_innen kamen und sich viele gute Gespräche ergaben. Hier ein Video zu gestern.

Manheim bekommt einen Gemeinschaftsgarten

Erstellt am 30.08.2013 um 16:17 | keine Kommentare

Seit heute nachmittag 15:30 Uhr, legen Aktivist_innen von “Reclam the Fields” einen Gemüsegarten in Manheim an, der allen Manheimer_innen als “Community-Garden” überlassen werden soll. Der Garten wird auf einer ungenutzten, städtischen Wiese inmitten Manheim angelegt. Die Aktion stellt die positive Kraft der selbstorganisierten Landwirtschaft dar im Gegensatz zur Zerstörung durch den fossilen Kapitalismus und dem Braunkohletagebau.

Lest hier die vollständige Pressemitteilung.

 

Große Demo am Samstag um 11 Uhr

Erstellt am um 13:55 | keine Kommentare

Am morgigen Samstag beginnt um 11 Uhr eine Demo in der Nähe vom Klimacamp und endet an der Propaganda-Hochburg von RWE, dem “Terra Nova”. Unter dem Motto “Stopp die Propaganda rund um den Abbau von Braunkohle” geht’s um 11 Uhr los – mit dabei sind Sambatistas und jede Menge anderer Menschen. Also schließt euch zahlreich an!!

Aktionstage starten mit zwei Besetzungen

Erstellt am um 11:06 | 1 Kommentar

Heute morgen gab es zwei Besetzungen. Eine Gruppe Klimaaktivist_innen besetzte die Landesparteizentrale der Grünen in Düsseldorf. Eine andere Gruppe das Kundencenter von RWE in Düren.  Neueste Infos auf dem Ticker: https://stopptrwe.crowdmap.com/

Hier die Pressemitteilung aus Düsseldorf:

Aktivist*innen des Klimacamps besetzen Landesparteizentrale der Grünen in Düsseldorf und fordern sofortigen Kohleausstieg

Freitag, 30.8., Düsseldorf

Am heutigen Freitag um 10:00 Uhr haben Aktivist*innen des Klimacamps im rheinischen Braunkohlerevier die Landesparteizentrale von Bündnis 90/Die Grünen NRW in der Düsseldorfer Jahnstraße besetzt. Sie geben der Grünen Partei eine Mitschuld an der katastrophalen Kohlepolitik des Bundeslandes. Klimaaktivist*in Christina Eichberger erklärt: „Schon der letzte IPCC-Bericht vor fünf Jahren hat klar gemacht, dass wir einen ungebremsten Klimawandel nur aufhalten können, wenn wir sofort mit der Verstromung von Kohle aufhören. Trotzdem wird in Deutschland mehr Kohle verbrannt als jemals zuvor.“

„Schon der Kohleausstieg 2030, wie die Grünen ihn auf dem Papier fordern, wäre eine Bankrott-Erklärung für das Klima“, erläutert Besetzer Hannes Groß. „Doch durch den Neubau von Kraftwerken, die in der Regel eine Laufzeit von 40 bis 60 Jahren haben, werden selbst diese Forderungen ad absurdum geführt.“ Der Landtagsfraktionsvorsitzende Reiner Priggen begrüßte sogar den Bau des neuen Braunkohlekraftwerks BoA Plus in Niederaußem.1 Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung wird der Neubau des Kraftwerks nicht angetastet.

Hannes Groß schließt daraus: „Wir haben keine Wahl, zumindest keine parlamentarische. Wir fordern die Menschen im rheinischen Braunkohlerevier auf, das Klimacamp zu unterstützen und selbst aktiv zu werden. Anders ist ein Kohleausstieg nicht durchzusetzen.“

Während der Besetzung forderten die Aktivist*innen auf einem Transparent den sofortigen Braunkohleausstieg. Das hieße für sie auch, dass kein Wald und kein Dorf mehr der Kohle geopfert werden dürfe, erklärt Groß weiter.

Für die Verfeuerung der extrem klima- und gesundheitsschädlichen Braunkohle werden demnächst die Dörfer Manheim und Borschemich abgebaggert. Der Hambacher Forst, einer der letzten naturbelassenen Wälder der Region, soll komplett dem Tagebau weichen. Die Aktion fand im Rahmen der Aktionstage des Klimacamps statt. Die Aktivist*innen wollen auf die Zerstörung der Region ebenso hinweisen wie auf die globalen Folgen des Klimawandels.

Aktionsfotos können hier ab 12:00 Uhr heruntergeladen werden: https://secure.flickr.com/photos/100963658@N02/

 

Informationen zum Klimacamp gibt es hier: www.klimacamp.ausgeCO2hlt.de

Pressekontakt: 01609-1584429

1Siehe gemeinsame Pressemitteilung von SPD und Grünen zum Neubau von BOA Plus vom 7. Oktober 2011

 

Düren: PM einer autonomen Kleingruppe

Erstellt am um 10:08 | keine Kommentare

Um 10:00 Uhr wurde durch Aktivist*innen das RWE Kundenzentrum in Düren besetzt.
Hier findet ihr die Pressemitteilung der autonomen Kleingruppe.

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